Die beiden Brüder

nutzen die letzten gemeinsamen Stunden

Kabbelei unter Büdern

hier sollten eigentlich alle in einer Reihe erscheinen, aber Lilly hatte besseres zu tun. Immerhin sehen wir Liska auf Lasse, daneben Leni und Linus.

Leni schenkt uns zum Abschied nochmal ihren unverwechselbaren Blick.

und Linus lässt seine schweren Ohren fliegen.

Zum Glück habe ich heute morgen noch daran gedacht, ein letztes Mal das Gewicht der Lümmel zu vergleichen. Mit einem überraschenden Ergebnis: Linus bleibt der Schwerste mit 1033g, gefolgt von Lasse mit 9610g. Bei den Mädels ist Leni die Schwerste mit 9200g, Lilly in der Mitte mit 9050g und die ehemals dicke Lisbeth hat mit ihrem Namen wohl auch ihre Position aufgegeben, als Liska wiegt sie heute 8960g und ist damit die leichteste von den Lümmeln.

man sieht es ihr nicht an

Morgen ist es so weit,

dass zwei Lümmel die Reise in ihr neues Zuhause antreten werden.

Vorher haben sie noch alle zusammen Felix (rechts) kennengelernt. Er ist kein Meierhafehund, aber genau so wohlwollend und aufgeschlossen, auch wenn er hier noch etwas skeptisch kuckt.

Die Fotos verdanken wir heute der Halterin von Felix. Ihr sind ein paar schöne Portraits von den Mädels gelungen. Leni erkennt inzwischen wohl jeder Welpentagebuch-Kucker.

das ist sie auch

Das ist Lilly, die gestern beim Besuch ihrer Familie schon mal in deren Auto probegefahren ist. In unserem Auto waren Lasse und Leni nochmal dabei, weil die morgen abgeholt werden. Leni und auch Lilly, im fremden Auto, haben sich sehr schnell entspannt und auf dem Rückweg beide geschlafen. Lasse war wieder sehr aufgeregt, hat sich am Ende aber auch hingelegt. Ich glaube, er braucht noch eine Tour mit uns.

Bei Liska steht inzwischen das rechte Ohr. Damit sind die drei Mädels nun schon von weitem zu unterscheiden.

Eine Lektion in Respekt

haben die Lümmel gestern von Rala erhalten.

Sie ist nicht so der Kuscheltyp für jedermann, sondern fordert Abstand und respektvolle Annäherung, auch und gerade von Welpen.

Die schlauen Lümmel haben sofort verstanden, dass sie mit Rala nicht so umspringen dürfen, wie mit ihren Verwandten. (Naja, Lilly und Liska waren doch etwas zu aufdringlich und mussten eine deutliche Korrektur einstecken.) Trotzdem hat Rala mit ihrer beeindruckenden Präsenz alle fasziniert und angezogen. Als Mensch kann man da nur staunen und lernen.

Lilly, Lasse und Linus in respektvollem Abstand mit abgewandtem Blick, während Rala vor ihnen liegt.

Lasse läuft einen Bogen, ist aber voll bei der Sache

Rieke hat jedenfalls noch so gar keine Erziehungsabsichten, wenn sie mit den Welpen spielt. Im Gegeteil, sie lässt sie gewinnen bei Zerrspielen und liebt es, mit ihnen zu balgen und zu kuscheln.

Lenis linkes Ohr steht!

Lilly hat nun auch ihre erste Autofahrt hinter sich gebracht und dabei als Einzige überhaupt nicht gejammert. Wir haben sie mit Leni kombiniert, um den direkten Vergleich zwischen den beiden „kleinen“ Mädels zu haben: Beide haben lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass ihr Platz unten im Fußraum ist, und haben mit viel Ausdauer versucht, irgendwo hochzuklettern, aber Lenis Widerstand war noch heftiger und ausdauernder. Trotzdem: Am Ende der Fahrt lagen beide ruhig atmend nebeneinander zwischen meinen Füßen. Das ist jedesmal das Ziel der Übungsfahrt. Wenn nötig fahren wir dafür auch noch eine Runde länger, denn erst wenn alle zur Ruhe gekommen sind, dürfen sie wieder aussteigen. Andernfalls würden sie lernen, dass ihr Geschrei/Protest zum Erfolg führt und ihn beim nächsten Mal um so heftiger fortsetzen.

Mit acht Wochen

wissen die Lümmel, wie man sich morgens hübsch macht für den Tag.

Sie verfolgen alles, was um sie herum geschieht,

haben überhaupt keine Lust, für Fotos zu posieren,

und sind überhaupt sehr beschäftigt

Nur Liska hat sich kurz an den Rand gesetzt, um alles in den Blick zu nehmen.

Gestern fiel das Autofahren aus, weil die Lümmel sich schonen mussten. Sie wurden tierärztlich begutachtet, geimpft und gechippt. Nun sind sie endgültig unverwechselbar, auch für Menschen, die sie nicht so gut kennen wie wir. Am Gesundheitszustand der Lümmel gab es gar nichts zu meckern, und sogar ihr Benehmen war vorbildlich. Soll heißen, sie haben sich vertrauensvoll in die fremden Hände begeben und jeden Pieks klaglos weggesteckt. Letzteres lag aber sicher auch am Geschick unserer Tierärztin.

Die Lümmel erkunden

die kleinen Dinge,

und die verborgenen,

das Revier der großen Hunde

wann sie von ihnen Respekt erwarten,

wie Menschen so unterwegs sind,

und wie man sich ihnen an die Fersen heftet.

Letzteres ist bei unseren „Auswärts-Spaziergängen“ im Zusammenhang mit den Autofahrten von zentraler Bedeutung, denn ohne den „Folgetrieb“ der Welpen hätten wir keine Chance, mit ihnen als Gruppe unterwegs zu sein.

Gestern waren Liska und Linus mit dabei, die insgesamt etwas ruhiger wirkten. Besonders Liska hat sich scheinbar schnell in die unbekannte Situation reingefunden. Als wir wieder zuhause waren, lag sie allerdings noch lange hechelnd am Zaun, während Linus schon wieder ganz tief und entspannt schlief. Es gibt sicher einen Unterschied zwischen dem, was die Welpen in der Situation zeigen und dem, was sie erleben und zu verarbeiten haben.

Lilly ist fertig

jedenfalls sieht sie so aus

und ich glaube, sie fühlt sich auch so.

Leni hat gestern ihre erste Autofahrt samt kleinem Spaziergang mit Mama, Rieke und Lasse absolviert.

Lasse war beim Fahren deutlich aufgeregter als Leni, und auch bei dem kleinen Gang war Lasse stets darum bemüht, sich nah bei Lucy aufzuhalten, während Leni unterwegs alles sehr spannend fand und sich gründlich umgesehen hat.

Liska ist heute dran,

zusammen mit ihrem großen Bruder Linus

wie die beiden sich anstellen, werde ich morgen berichten.

Linus, Liska unter Rieke und Indi

Jetzt geht es immer schneller

mit den kleinen Veränderungen, die den Lümmeln ihre besondere Note geben. (Lucy, Lasse, Liska, Lilly)

Leni und Lilly im direkten Vergleich (nicht nur an den Ohren zu unterscheiden)

Lasse und Linus

Liska könnte in dieser Position auch als Schweinchen durchgehen.

Halsbänder sind jetzt nur noch zwei im Umlauf, nämlich blau (Linus) und rosa (Lilly). Wenn die Lümmel beim Rangeln und Toben daran ziehen, öffnen sich die Verschlüsse. Dann werden die erbeuteten Halsbänder noch eine zeitlang als Trophäen gehandelt, bis ich sie schließlich entsorge. Dass die Verschlüsse sich öffnen bei Zug, ist so gewollt, damit die Welpen sich nicht gegenseitig strangulieren können. Zur Identifizierung braucht man sie inzwischen nicht mehr, also bleiben die Lümmel nackt, wie alle Hunde in Meierhafe.

Die Lümmel haben ihren Besuchertag genossen,

die großen Hunde aber auch. Der mit dem Fragezeichen in der Rute ist übrigens Mishka, der schon mal seine Rolle als großer Bruder von Lilly üben darf.

Hier sind schon alle Fragen geklärt, die Lümmel drehen ihre Runden und Mishkas Job ist bei seinem Menschen.

Liska oder Lasse?

Nach dem Besucherkuscheln tut Mamas Nähe auch wieder gut.

Ein Hinweis zum Deckenthema:

Am Wochenende werden alle zukünftigen Lümmeleltern nach Meierhafe kommen. Wer es wichtig oder richtig findet, dass sein Lümmel eine Decke mit dem wunderbaren und vertrauten Meierhafeheimatgeruch mitnimmt in sein neues Zuhause, möge bitte am Wochenende etwas Geeignetes mitbringen (Decke/Handtuch/Shirt).

Achtung: Die Lümmel werden alles, was in ihrem Wohnbereich rumliegt, durch die Gegend zerren. Manchmal liegen die Unterlagen plötzlich draußen im Sand, werden für Zerrspiele benutzt oder für andere Geschäfte missbraucht. Mein Einsatz wird sich darauf beschränken, alles immer wieder auf den inneren Schlafplätzen auszulegen, damit die Idee irgendwie greifen kann. Eine Garantie, dass die vorgesehene Nutzung auch stattfindet, kann ich leider nicht geben.

Wer nun Zweifel an dem Erfolg dieses Projekts hat, darf seinen Lümmel am Ende der Meierhafezeit ganz ohne schlechtes Gewissen und auch ohne Decke mitnehmen. Der Lümmel wird lernen (müssen), ohne Lucy, Rieke, Lümmelgeschwister und Meierhafemenschen sich im neuen Zuhause zurechtzufinden. Dazu braucht er die liebevolle Nähe seiner neuen Menschen, mehr als alte Gerüche aus der Vergangenheit.